Volontärin Barbara berichtet aus Santa Cruz
Hola a todos,
mein Name ist Barbara Aleric, ich bin 18 Jahre alt und habe letztes Jahr meine Matura gemacht. Im Laufe meines Gap-Years habe ich mich dazu entschieden einen Sozialdienst im Ausland zu machen. Dank einer Konsultation bei der Organisation WeltWegWeiser, bin ich auf Famundi gestoßen und wusste gleich, dass das der richtige Ort für mich ist.
Mein Volontariat begann vor circa zwei Wochen. Ich bin am 23.01 um 6:00 in der Früh am Viru Viru International Airport in Santa Cruz, Bolivien gelandet. Dort wurde ich von der Koordinatorin von FAMUNDI hier in Santa Cruz, Mary Luz, ihrem Sohn und einer Kindergarten-Tia (Tante) herzlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Fahrt begleitet vom Regen – denn es ist gerade Regenzeit in Bolivien – bin ich in das Haus des Segens eingetreten. Trotz des Regens habe ich gleich den wunderschönen Innenhof bemerkt, welcher bunt bestrichen, voller Blumen und mit Liebe eingerichtet ist. Im ersten Stock des Hauses befindet sich auch die VolontärInnen-Wohnung, in der ich die nächsten 5–6 Monate verbringen werde.
Nach ein paar Krankentagen im Bett, ging es mit Montag, dem 27.01., los. Gemeinsam mit Mary Luz und Jenny (Mama der Familie im Erdgeschoss) trafen wir uns in der kleinen Kapelle im 2. Stock zu einer Oración (Gebet), um die Woche richtig zu starten. Daraufhin saßen wir uns zusammen und planten die kommenden Tage, wann ich wo sein werde. Nämlich hat man als Volontärin hier zwei Hauptaufgaben: Einmal die Arbeit hier im Apoyo Escolar (Hort), wo die Kinder am Vormittag bzw. Nachmittag betreut und bei Hausaufgaben unterstützt werden; zweitens die Arbeit im 10-Minuten entfernten Kindergarten, wo man den anderen Kindergarten-Tias beim Aufpassen, Füttern und Wicklen der Kinder und Babys, aushilft. Der Start des Schuljahres und das Öffnen des Kindergartens sind aber hier in Santa Cruz erst im Februar. Deshalb bestand meine Aufgabe die ersten paar Tage lang aus dem Vorbereiten und Dekorieren des Hortes und Kindergartens. Im Laufe der ersten Woche wurde auch eine offizielle Wilkommensfeier für mich veranstaltet, wo ich von den Leitern und Familien der verschiedenen Gruppen von Famundi willkommen geheißen wurde und unter anderem mit selbstgebastelten Plakaten und Blumen, und auch einem Tanz beschenkt wurde. Am Samstag, dem 1.02 habe ich auch zum ersten Mal „Mañana de los niños“ veranstalten, wo ich gemeinsam mit den Kindern Famundis gebastelt und gespielt habe. Mit Anfang der ersten Februarwoche ging es dann auch schon los mit der Arbeit: Im Kindergarten helfe ich am meisten bei der Grupo 1, den Babys, aus. Dort arbeite ich gemeinsam mit Monica, der Tochter der Tia Alejandra (Die Hort-Köchin), welche so begeistert und liebevoll ihre Zeit mit den Kindern verbringt. Im Apoyo helfe ich der Profe Melania aus, in dem ich Mathe- und Schreibübungen für die Kinder zusammenstelle oder auch den Kindern mit ihren Hausaufgaben helfe.
Nach einem Arbeitstag, welcher meist aus einem Halbtag im Kindergarten und dem anderem im Apoyo besteht, verbringe ich meinem Abend meist in der Volontärinnen-Wohnung oder im Hof. Obwohl ich zurzeit die einzige Volontärin bin, fühle ich mich nicht allein, denn im Erdgeschoss wohnt eine Familie: Yenny (Mama), Ariane (17), Erique (16), Yennifer (8) und José Luis (Vater). Gemeinsam mit ihnen spiele ich am Abend gerne Karten und mit den Mädels mache ich Maniküren-Abende. Außerdem tauschen wir uns gerne über die Ähnlichkeiten und Differenzen unserer Kulturen und Länder aus.
Ich bin wirklich dankbar ein Teil dieser Organisation sein zu dürfen und bin gespannt was alles in nächster Zeit noch auf mich zukommt.
Barbara Aleric





