14. Mai 2025

Ursula und Jacky zu Gast in Bolivien bei FAMUNDI und Freunden

Im Dezember unternahmen meine Mutter Ursula und ich, Michael, genannt „Jacky“ Uhl eine Flugreise gemeinsam nach Bolivien. Anlass für diese besondere Reise: Mein Bruder Gabriel und seine Frau Soledad mir ihrem Sohn Gustavo waren ebenfalls von Österreich ins Geburtsland meiner Schwägerin gereist, um sich dort das kirchliche Ja-Wort vor Gott zu geben.
Über Wien und Madrid ging unser Flug nach Santa Cruz de la Sierra, umgekehrt dann die Rückreise 16 Tage später.
Bolivien, ein fernes Land auf einem uns bislang fremden Kontinent, hat uns nicht nur durch seine Landschaft und Natur begeistert, sondern vor allem durch die Menschen, die wir kennenlernen durften. Deren Herzlichkeit, Offenheit und ihr oft bewundernswerter Umgang mit den Herausforderungen des Alltags haben uns tief berührt.
Während unseres Aufenthalts durften wir bei FAMUNDI im „Haus des Segens“ wohnen – einem ganz besonderen Ort:
Leiterin Mary Luz und ihr Mitarbeiterinnenteam leisten dort einen unsagbaren Einsatz für Kinder, Jugendliche und deren Familien, geben Geborgenheit und ermöglichen Chancen und Perspektiven. Wir erlebten hautnah, wie wirkungsvoll die Arbeit von FAMUNDI ist, die von Anna-Maria 2003 ins Leben gerufen wurde. Wir durften am FAMUNDI-Alltag im Hort teilhaben. Mal wurde mit den Kindern aus dem Hort Brot gebacken, gesungen, gespielt oder wir aßen gemeinsam zu Mittag. Zwei Mal hatten wir Gelegenheit abends bei gemeinsamen Gottesdiensten mit den Familien mitzufeiern. Dabei wurden wir am Ende eines solchen Abends absolut überrascht, ja sogar überwältigt, als wir mit unzähligen Gastgeschenken, wie Zeichnungen, Plakaten, Kopfbedeckungen, Gesangsdarbietungen, persönlichen Dankesworten und Umarmungen beschenkt wurden, für so manche Unterstützung, die wir FAMUNDI in der Vergangenheit zukommen ließen.
Die Hochzeit von Gabriel und Soledad selbst – am 14. Dezember – in der Kirche „Parroquia Nuestra Señora Del Carmen“ war wunderschön. Es war gleichzeitig eine zutiefst bewegende Zeremonie und dann anschließend ein rauschendes 2-Tages-Fest.
Wir machten in Santa Cruz einige Ausflüge: Zum Beispiel machte ich mit meinem Bruder und seinem Schwager Gustavo einen Besuch beim Fußballspiel im 38.000-Zuschauer-Stadion von Oriente Petrolero gegen den späteren bolivianischen Meister Club Bolivar aus der Regierungssitz-Stadt La Paz. Wir Touristen aus Österreich besuchten bei sommerlichen Temperaturen die vorweihnachtlich geschmückte Innenstadt mit Kathedrale, Restaurants, Geschäften oder Irish Pubs, statteten dem Zoo und dem Naherholungsgebiet Parque Güembe einen Besuch ab. Erlebten aber auch Armut auf Märkten, Straßen und vielen Plätzen, mit der wir Mitteleuropäer quasi nicht konfrontiert sind.
In diesen mehr als 2 Wochen waren wir auch mehrfach Gäste im Hause Canizares, den Eltern von Soledad. Sei es zum abendlichen Beisammensein oder köstlichem Mittagessen. Man lernte einander kennen und es wurde ganz viel zusammen gelacht. Die Eltern Juan und Hilda oder die Brüder Jhon, Brandon und Gustavo und deren Partnerinnen. Menschen, die uns ebenso ans Herz wuchsen und uns den Abschied kurz vor Weihnachten natürlich schwer machten.
Aber ich für meinen Teil und ich glaube, da kann ich auch für meine Mutter sprechen, wenn es nur irgendwie möglich ist, wollen wir eines Tages, wieder all diese tollen Menschen in Santa Cruz persönlich wiedersehen: Familie Canizares, Mary Luz, die Familien und jungen Menschen bei FAMUNDI, uvm.
Und es steht seit Dezember für mich fest, mich weiterhin, sogar mehr für FAMUNDI engagieren zu wollen. Spenderinnen und Spender zu motivieren und somit einen kleinen Beitrag für dieses so großartige Wirken auf einem ganz besonderen Flecken Erde zu erreichen, den wir erstmals live erleben durfte.
Jacky Uhl

Über Anna-Maria Marschner

Gründerin und Obfrau von FAMUNDI

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