22. September 2026

Volontärin Teresa in FAMUNDI

Nach ungefähr 14 Stunden Flug ist es endlich soweit: Ich betrete echten, Santa Cruz´schen Boden! Von allen Seiten höre ich Spanisch, ich spüre die frische Abendluft und sehe  – ein wunderschönes, farbenfrohes Willkommensplakat mit der Aufschrift „Bienvenida a FAMUNDI, Teresa!“, denn hier steht auch schon mein Empfangskomitee: Mary Luz, Joanna und Carlos, die mich freudig begrüßen.

Kaum zu glauben, dass meine Ankunft schon ein Monat her ist. Die Zeit ist viel schneller als im Fluge vergangen (und nach der Reise weiß ich, wovon ich spreche 😉), und ich denke, es ist nun an der Zeit, den Volo-Blog wieder aufleben zu lassen! Damit: ¡Hola a todos! Mein Name ist Teresa Aichner und ich bin die neue FAMUNDI-Volontärin!

Was mich direkt von Beginn und auch tagtäglich noch sehr berührt, ist die Herzlichkeit aller „Famundianer“. Obwohl ich für sie zunächst eine Fremde bin, werde ich begrüßt und behandelt, als währen wir schon jahrelange Freunde. Außerdem wurde mir sehr schnell klar: Die Bolivianer kennen zwar den Ernst des Lebens, aber sie wissen auch, wie man feiert. Bereits 2 Feste durfte ich schon miterleben, an denen gebetet, gesungen, gespeist und sehr viel getanzt und gelacht wurde. Im ersten Moment war das natürlich etwas ungewohnt, doch ich habe schnell Feuer gefangen für die Freude und Leichtigkeit, die bei diesen Festen trotz aller täglichen Herausforderungen herrscht!

Natürlich ist nicht alles hier ein Zuckerschlecken. Eine andere Sprache, ein anderes Klima und eine andere Kultur – und auch die Tatsache, so weit von Familie und Freunden zu Hause entfernt zu sein, sind Dinge, an die ich mich immer noch ein wenig gewöhnen muss. Auch andere Mitvolontärinnen zu haben fände ich echt schön – aber immerhin habe ich einen Gecko als WG-Kollegen. 😉

Doch wie sieht eigentlich so ein klassischer Tag als FAMUNDI-Volontärin aus?
Mein Tag beginnt mit einer Gebetszeit in der Kapelle, die auf jeden Fall zu meinen Lieblingsorten hier zählt. Nach diesem immer wieder sehr kraftspendenden Start geht es dann meist vormittags in den Kindergarten und nachmittags in den Hort. Nicht zu vergessen ist natürlich auch, ganz im lateinamerikanischen Sinne, die ausgedehnte Mittagssiesta. 😉 Aber ob Hort oder Kindergarten, es ist immer wieder eine Freude, den Kindern – soweit meine Spanischkenntnisse es zulassen – bei Aufgaben zu helfen, mit ihnen zu reden oder auch ganz ungezwungen mit ihnen zu spielen, was auch ohne viele Worte wunderbar funktioniert. Dabei muss ich ganz schön aufpassen, nicht selbst wieder ein kleines Kind zu werden. 😉
Meine Abende können ganz unterschiedlich aussehen – von Familiengebeten, Jugendgruppentreffen bis hin zu einem entspannten Abend in der Hängematte ist alles dabei.

Es gäbe noch viel mehr zu berichten und ich weiß, dass ich hier auch noch unglaublich viel mehr erleben, lernen und in meinen Aufgaben wachsen werden darf. Deshalb blicke ich voller Vorfreude auf meine kommenden 5 Monate hier und kann es kaum erwarten, euch bald wieder mehr davon zu berichten!

Bis dahin, macht’s gut und chao!

Teresa

Über Anna-Maria Marschner

Gründerin und Obfrau von FAMUNDI

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