| Wunder mit June |
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Oktober 2000: Am Dienstag war ich mit Ruthy bei den ärmsten
Familien in ihrer Nachbarschaft. Die Gespräche machten mich
zutiefst betroffen. Da waren so viele Kinder, die keine Spielsachen
hatten, die nicht zur Schule gehen konnten, weil sie für den
Unterhalt der Familie arbeiten/ betteln gehen mussten, so viele,
die keine Geburtsurkunde besaßen und somit offiziell überhaupt
nicht existierten... Nachdem ich eine Nacht lang viel gebetet hatte
und e-mails ausschickte, rief mich am Freitag (3 Tage danach) die
Sozialarbeiterin vom Kinderdorf: "Anna-Maria, Anna-Maria!"
Ich durfte meinen Hausdienst unterbrechen (Betreuung einer 12-köpfeigen
Kinderdorffamilie) um mich im Restaurant mit June zu treffen. June
war eine Stewardess aus North Carolina, die von ihrem Krebsleiden
geheilt wurde und beschlossen hatte: "Sollte ich jemals wieder
fliegen können, möchte ich mit meinem Beruf den Ärmsten
helfen!" Sie suchte einige Stunden in Santa Cruz nach einer
englisch-sprechenden Person, die mit ihr zusammenarbeiten könnte,
bis sie auf die freiwilligen Helfer im Kinderdorf von P. Alfred
aufmerksam gemacht wurde. Als ich ihr von meinem Besuch im Armenviertel
erzählte, konnten wir es beide kaum glauben und sie rief immer
wieder: "Halleluja, Praise the Lord!"
Gott hatte mir June geschickt, als Engel, der mich bald wieder verließ
aber tatsächlich am 2. Dezember 2000 mit einem Freund, der
ebenfalls bei den American Airlines Steward ist, ca. 400 Spielsachen,
die ich im Viertel Rancho Nuevo unter den ärmsten Familien,
im Kindergarten und auch im Kinderdorf verteilen durfte. Als ich
damals die großen Säcke mit den Spielsachen im teuersten
Luxushotel abholte und mit einer Luxuslimosine ins Armenviertel
fuhr, hinterließ dies Spuren - nicht nur am Auto!

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| Hängemattenwunder |
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Es war ja schön und gut, dass Familie Gomez ins Haus des Segens
einziehen durfte, doch während meiner Gebetszeit bekam ich
plötzlich Angst: "Was werden wohl die anderen Familien
denken? Werden alle eifersüchtig sein?"
Ich betete zum Heiligen Geist, dass Er mir zeigen möge, was
ich tun sollte.
Da hatte ich plötzlich ein Bild mit ganz vielen bunten Hängematten
vor mir. Das war die Lösung! Ich sollte wohl für jede
Familie eine Hängematte kaufen, da viele Familien keine Sessel
besitzen und sich immer darauf freuten bei Ruthy in der Hängematte
liegen zu dürfen (da gab es manchmal sogar Zeitpläne,
wer wann in der Hängematte liegen darf!).
Nun stand ich aber vor einem großen Problem: Wie sollte ich
bei meinem vielen Terminen am letzten Tag noch die Zeit finden in
die Stadt zu fahren um Hängematten zu besorgen? Das war unmöglich...
zumindest für mich! Denn es stimmt: Für Gott ist nichts
unmöglich!
Als ich nach meinem Treffen mit dem Dachdecker in der Nähe
des Haus des Segens auf den Bus wartete, kam plötzlich ein
Mann mit einem Schubkarren voller Hängematten auf mich zu!
Ich konnte es kaum glauben!
Auf meine Frage, ob er diese Hängematten verkaufen würde,
musste er lachen. Ja, Gott hatte mir einen Hängemattenverkäufer
geschickt! 11 Hängematten konnte ich ihm abkaufen, die direkt
zum Haus von Ruthy gebracht wurden.
Am Abend waren alle glücklich, an Eifersucht war nicht zu denken
und bis heute sagen mir die Mütter: Weder davor noch danach
haben wir jemals im Viertel Rancho Nuevo einen Hängemattenverkäufer
gesehen... Das kann wirklich nur Gott gewesen sein!
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| Gebetsnacht |
Was tut eine alleinstehende Mutter, wenn sie täglich vor dem
Problem steht: Wie kann ich heute meinen sechs Kindern den Magen füllen?
Sie kommt auf schlimme Gedanken... Unter anderem auf den, sich selbst
und die Kinder zu vergiften. So war es bei Doña Piedades und
so geschieht es tagtäglich in den Armenvierteln von Santa Cruz.
Doch Gott hatte offensichtlich mit dieser Familie noch Großes
vor, denn der Vergiftungsversuch missglückte 2x und plötzlich
kreuzten sich unsere Wege.
Als ich Piedades (auf deutsch: "Erbarmen") beim Willkommensfest
2003 das erste Mal sah, ahnte ich noch nichts von der Katastrophe,
die sich im Leben dieser Familie vollzog. Drei Tage später durfte
ich ihren Unterschlupf aus Pappendeckel und Plastikplanen von innen
sehen - mit der weinenden Mutter saß ich am Bett, die kleine
Belen wimmerte mit Fieber, Medikamente waren ebenso wenig im Haus
wie Wasser oder irgendetwas zu essen... Die Hitze was beinahe unerträglich
während Andrea und Sarah mit den größeren Kindern
im Garten spielten. Alles kam mir vor wie in einem Film...
Als wir dann innerhalb einer Stunde die heißersehnte Matratze
kaufen konnten, erhellte sich zum ersten Mal das Gesicht von Piedades.
Wir beteten gemeinsam und sie sagte mir, dass sie oft den letzten
Boliviano nimmt um eine Kerze zu kaufen und die Nacht hindurch zu
Jesus zu beten, denn Er ist der einzige, der uns helfen kann....
Plötzlich kam die Idee auf: "Kaufen wir doch ein Haus
für Piedades!" Während ich sehr skeptisch auf diese
Idee reagierte, waren Sarah und Andrea ganz begeistert: Wir müssen
ihnen langfristig helfen, sonst werden sie am Leben verzweifeln!"
Als ein kleines Haus zur Debatte stand - zwar zu teuer, aber in
der Nähe - wurde ich immer unsicherer, ich bekam überhaupt
keinen Frieden über diesen Kauf, obwohl sich die Kinder und
Piedades natürlich nichts mehr wünschten und Sarah und
Andrea ganz Feuer und Flamme dafür waren.
Da beschloss ich: "Heute Nacht möchte ich ganz auf Jesu
Stimme hören - ich werde wachen und beten und um seinen Willen
beten..." Bibel-lesend, singend, schweigend - betete ich die
Nacht durch... Und ging am Morgen mit Sarah und Andrea in die Messe
im Dom. Als ich das Evangelium hörte, staunte ich nicht schlecht:
Es handelte von der Nacht, die Jesus am Berg verbrachte um zu beten
bevor er seine Jünger auswählte.
Der Beschluss stand fest: Dieses Haus wird nicht gekauft.
Als ich ins Viertel ging um dies Familie Gomez mitzuteilen wunderte
ich mich über die gähnenden Kinder. Auf meine Frage, warum
sie so müde sind, antworteten sie schüchtern: "Weißt
du, wir haben die ganze Nacht gebetet."
Kurz darauf erhielten wir den Bescheid vom Rechtsanwalt: die Besitzer
des Hauses waren so stark verschuldet, dass das Haus gar nicht mehr
ihr Eigentum war....
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| Nähmaschinen |
August 2003: Während einer Sonntagsmesse habe ich nach dem
Empfang der Eucharistie, als ich für die Familien in Santa Cruz
bete, plötzlich ein ganz deutliches Bild von Nähmaschinen
vor Augen.
Beim Kochen erzähle ich meiner Mutter davon, und frage sie, was
sie davon hält, für die Mütter Nähmaschinen zu
kaufen.
Davon wissen die Mütter noch nichts, als sie mir am zweiten
Abend nach meiner Ankunft bei einer Versammlung ihren großen
Wunsch offenbaren: "Anna-Maria, wir wissen zwar nicht, ob das
zu teuer kommt, aber könntest du uns vielleicht eine Schneiderei
errichten lassen? Wir möchten so gerne nähen lernen und
so selbst Geld verdienen!"
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| Der Esstisch für Familie Gomez |
| Zu neunt an einem Tisch, bei dem nach unseren Vorstellungen ca.
4 Leute Platz haben... So aßen Sophie und ich während unserem
Aufenthalt täglich mit Piedades und den sechs Kindern. Als ich
dann die Einrichtung für die Schneiderei am Möbelmarkt am
anderen Ende der Stadt kaufte, fiel mein Blick auf einen Tisch: Den
wollte ich für Familie Gomez kaufen!
Am Auto eines Taxis transportierten wir ihn zum Haus des Segens.
Während der ca. 45 minütigen Fahrt erzählte ich dem
Taxi-Lenker von FAMUNDI, der ganz begeistert war und sich "im
Namen von Bolivien, seinem Heimatland" bei mir für die
Hilfe bedankte. Piedades und die Kinder freuten sich riesig über
den Tisch und ich dachte, alles wäre in Ordnung.
Ca. 3 Stunden später war ich am Weg zum Internet-Cafe, als
plötzlich ein Taxi mit einem Tisch ins Viertel Rancho Nuevo
einfuhr. Da erkannte ich den Lenker: es war der selbe, der mich
mit dem Tisch "heim" gebracht hatte. Sophie und ich wussten
zuerst überhaupt nicht, was das zu bedeuten habe. Doch dann
stieg der Beifahrer aus - in ihm erkannte ich den Angestellten des
Tischlers, der mir folgendes beichten musste:
Er hatte mich betrogen - der Tisch war viel weniger wert als ich
ihm bezahlte. Als er dann vom Taxi-Lenker hörte, was ich für
ihr Land leiste, bekam er so ein schlechtes Gewissen und dachte
sich: Mit dieser Schuld kann ich nicht schlafen, deshalb brachte
er mir den richtigen Tisch!
Man vergesse die 50 min Taxifahrt nicht!
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| Die laute und die ruhige Freude oder wenn Kinder
das 1. Mal duschen |
Das "Dusch-Foto" ist ja mittlerweile eines der berühmtesten
FAMUNDI-Fotos geworden... Hier sei kurz die Geschichte erzählt,
die dahinter geschrieben steht:
Für Sarah, Andrea und mich war der Tag des Umzugs wirklich einer
der schönsten Tage unseres bisherigen Lebens. Wir erwarteten
die Familie mit einem Willkommensfrühstück und übergaben
feierlich den Schlüssel. Dann packte jedes Kind seine wenigen
Habseligkeiten zusammen und trug es vom Unterschlupf zum Haus. Doña
Piedades und die Kinder besaßen noch nie in ihrem Leben einen
Wasseranschluss, d.h. die Mutter schickte die Kinder meist mit leeren
Wasserflaschen zu den Nachbarn um Wasser zu erbetteln. (So kamen die
Kinder übrigens auch mit Ruthy in Kontakt!) Von dieser Tatsache
erzählte mir Piedades beim ersten Besuch unter Tränen, ebenso
wie von der Geschichte, dass eines Abends zwei Mädchen, Tania
und Valeria, entführt worden waren, weil die Mutter den Unterschlupf
nicht absperren konnte.
Für Piedades sowie für die Kinder war das Glück fast
nicht mehr zu fassen, als wir ihnen die Dusche zeigten: Es ging so
schnell und bald schon stellten sich die Kinder in ihren Unterhosen
unter die Dusche. Da wurde gequitscht, gerufen und gesprungen....
"Agua! Agua!" Unbeschreiblich.
Das war die laute Freude. Später, als sich der Großteil
der Familie auf den Weg machte die restlichen Sachen zu holen, blieb
ich mit Tania und Valeria im Haus. Plötzlich fragten sie mich
schüchtern: "Hay luz?" - Gibt es Licht?" Ich
gab ihnen keine Antwort, sondern nahm sie rechts und link an der
Hand und ging mit ihnen zum Lichtschalter und schaltete ein.
Da brauchte es keine Worte mehr. Den Mädchen - die ja schon
entführt worden waren - kullerten Tränen über die
Wangen, sie drückten sich an mich und begannen leise Gott ihren
Lobpreis zu singen: "Tu eres la luz, o mi Dios" (Du bist
das Licht, o mein Gott!")
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| Mutter, Vater und 9 Kinder machen sich auf den
Weg in die Stadt |
In Concepción
gab es keine Zukunft mehr
für euch
keine Arbeit mehr
für euch
keine Schule mehr
für euch
so habt ihr euch
auf den Weg gemacht
zu elft
mit allen euren Habseligkeiten
ins Ungewisse
ihr seid aufgebrochen
mit einem großen Vertrauen
habt den beschwerlichen Weg
auf euch genommen
800 km im Bus
auf 5 Sitzplätzen -
weil ihr Geld sparen wolltet
und dann durften wir euch
voller Freude begrüßen
die Aufregung in Ruthys Haus
werde ich nie vergessen
als ich überraschend
auf Besuch kam
und ihr mich ALLE
so herzlich begrüßt habt
ja, Gott hat es schon immer
den Kinder überlassen
die Freude zu vermitteln
die Er schenken möchte
ihr Engel
ich freue mich
dass ihr nun zu FAMUNDI gehört!
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| Puppengeschichte |
Für mich eine der größten Freuden meines Aufenthalts
im Februar 2005. Als neue Familien zu mir kamen, die gerne Mitglieder
von FAMUNDI werden wollten, kam auch eine "Oma", die für
fünf kleine Kinder sorgt. Kathrin und ich beschlossen spontan,
Isabel, einem 8-jährigen Mädchen, eine Puppe zu schenken.
Da erzählte uns die Oma, dass sie zu Weihnachten schon überlegt
hat, ob sie einen Kredit aufnehmen könnte, um Isabel eine Puppe
zu kaufen, weil sie sich so sehr eine wünschte!
Eine Puppe
in deinen Händen
und du bist vor Freude überwältigt
ob sie wirklich für dich ist?
fragst du mich
so sehr hast du dir eine Puppe gewünscht
ja,
plötzlich ist Weihnachten
für dich
mitten im Februar
teilt sich Gott mit
der sich ganz verschenkt
er liegt sich dir in den Arm
um dich zu umarmen
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| Wenn Kinder Rosenkranz beten |
Die Aufenthalte in Bolivien sind nicht immer nur einfach für
mich. Vor allem in der letzten Woche häufen sich meist die anstehenden
Entscheidungen.
Auch heuer war es wieder so. Einige Familien baten mich um Aufnahme
ins Projekt FAMUNDI. Bei einigen war es ganz klar, bei anderen brauchte
ich Bedenkzeit, bis ich schließlich eine Familie ablehnen wollte.
Dieser Hausbesuch war mir sehr unangenehm - das hatten die Kinder
anscheinend gespürt, denn als ich mich auf den Weg zu Familie
Porjan machte, fragten mich Yonathan und Pablo immer wieder, warum
sie mich nicht begleiten dürften. Schließlich blieb ich
stehen und erzählte meinen beiden kleinen Freunden vom schwierigen
Gespräch, das mir bevorstehen würde und ich bat sie in der
Zwischenzeit für mich zu beten. "Mach dir keine Sorgen",
meinten sie und begannen sofort einen Rosenkranz zu beten. Das Gespräch
verlief überraschend gut, und als ich Richtung Haus des Segens
zurückkam standen ca. 20 Kinder beisammen, die alle für
mich gebetet hatten...
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| Familie Burgos Cruz hat sich bekehrt |
Bei FAMUNDI gibt es keine Verpflichtung zum gemeinsamen Gebet -
den Familien soll geholfen werden unabhängig von ihrem Glauben,
obwohl es ein Anliegen ist die Menschen zu einem lebendigen Glauben
an Jesus Christus zu führen, weil ich der Überzeugung bin,
dass erst dann das Leben wirklich glücken kann.
Familie Burgos Cruz war eine der Familien, die wenig mit Glaube und
Kirche zu tun haben wollten, eher gingen sie zu einer buddhistischen
Gruppe. Trotzdem ließ es sie nicht los, dass bei FAMUNDI am
Montag immer ein Lobpreis stattfindet und gemeinsam gebetet wird...
Eines Tages rief sie der Herr, sich Ihm zuzuwenden, unter Tränen
übergaben sie Jesus ihr Leben - dafür sind viele Famundi-Eltern
Zeugen.
Voller Freude erzählte mir der Vater bei meinem heurigen Besuch:
"Ich bin zwar immer noch arbeitslos, aber ich mache mir keine
Sorgen mehr, denn ich weiß, dass sich Jesus um uns sorgt!"
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| Für Gott ist nichts unmöglich: Sandro
hat sich bekehrt |
Eigentlich ist das Haus des Segens ja nur auf meinen Namen eingetragen
worden, damit der Vater, sollte er eines Tages zurückkommen,
es nicht verkaufen kann und sich mit dem Geld aus dem Staub macht...
So weit die Vorgeschichte.
Bereits 2003, als Sophie und ich im Haus des Segens wohnten, tauchte
Sandro für einige Zeit auf. Nun, im Februar 2005 war er wieder
da und bat bereits am ersten Tag um ein Einzelgespräch mit mir.
Auch Piedades wünschte sich ein Einzelgespräch. Ich stellte
mich auf sehr widersprüchliche Gespräche ein, auf die Bitte
zu vermitteln - doch alles kam anders:
Sandro erklärte mir: "Verzeih mir, ich weiß, ich habe
viele Sünden begangen, aber Gott hat mir gezeigt, dass ich ohne
Ihn nichts bin. Jesus hat mir gezeigt, dass Er mich liebt - seither
bin ich ein neuer Mensch!"
Einige Tage später erzählte er mir, was im November 2004
geschehen war:
"Ich wollte Radio hören mit meinem Kopfhörer, als
ich den Sender nicht rein hereinbekam und die Worte von einem katholischen
Radiosender hörte: "Ohne Gott bist du Nichts - mit Ihm
kannst du alles". Ich wollte nicht hören, was der Radiosprecher
sagte, doch immer wieder kam dieser Satz und hinderte mich am Musikhören.
Plötzlich fielen mir die Kopfhörer aus den Ohren und ich
hörte ganz deutlich noch einmal: "Ohne Gott bist du Nichts
- mit Ihm kannst du alles!" Plötzlich wusste ich: Das
ist die Wahrheit. Ich schaute auf das große Kreuz in unserer
Küche, das Anna-Maria machen ließ und fühlte mich
ganz umfangen von Jesu Liebe. Ich wusste plötzlich: Er hat
es für mich getan. Für mich ist er gestorben und auferstanden.
Seither gehe ich immer in die Gebetsgruppe. Ich möchte neu
beginnen und meinen Kindern ein guter Vater sein."
Das ist für mich wirklich ein Wunder! Piedades und Sandro
machten tatsächlich oft den Eindruck als wären sie frisch
verliebt. Beim Abschlussfest stellten sie mir dann noch eine berührende
Frage: "Anna-Maria, wir möchten kirchlich heiraten. Bist
du bereit unsere Trauzeugin zu werden?"

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