Das Haus des Segens

Das "Haus des Segens", oder "la casa de la bendición", ist das Zentrum von Famundi. Hier finden alle großen Aktionen statt.
Das hofartige Gebäude besteht aus dem Wohnhaus einer FAMUNDI-Familie, an das angrenzend eine Schneiderei angebaut wurde, in der Frauen und jungendliche Mädchen das Nähen erlernen können und für das Projekt unter Bezahlung arbeiten.
Seit 2004 können die Schulkinder aller FAMUNDI-Familien in den Hort kommen, welcher vormittags und nachmittags stattfindet. Hier machen die Kinder unter Aufsicht der Hortleiterin Leonor ihre Hausübungen, basteln, spielen, werden kreativ gefördert und bekommen täglich eine kleine Jause. Im Oktober 2006 bekam das Haus einen 2.Stock dazu. Erster und zweiter Stock bilden den Wohnraum für die Volontäre. Darunter liegt der große Festsaal, indem alle Gebetszeiten, Besprechungen, Versammlungen, Vorträge und gemeinsame Feste stattfinden.
Vorallem ist das "Haus des Segens" ein Ort der Freude und, wie der Name schon sagt, des Segens. Kinder und Eltern kommen gerne, weil sie sich angenommen fühlen.

Die Entstehung des "Haus des Segens"
Bei ihrem Aufenthalt im Sommer 2002 lernte Anna-Maria eine völlig verzweifelte Mutter von 6 Kindern zwischen 2 und 12 Jahren kennen, die von ihrem Ehemann verlassen wurde. Erschüttert von der Wohnsituation (einem höhlenähnlichen Unterschlupf aus Karton und Plastiksäcken) den traurigen, kranken Kindern, der Angst vor Überfällen,... beschloss sie gemeinsam mit Andrea Auer und Sarah Martin (damals ebenfalls Freiwillige im Kinderdorf, nun Kontaktpersonen für FAMUNDI), mit den Spendengeldern ein Haus als Unterkunft für Familien in extremen Notsituationen zu kaufen. In diesem Haus des Segens hat Doña Piedades mit ihren Kindern bis auf weiteres das Wohnrecht.
Weitere FAMUNDI-Gebäude
Neben dem Haus des Segens baut Famundi auch Wohnhäuser, in denen obdachlose Familien wohnen dürfen. Meist sind es kleine Doppelhäuser, mit jeweils zwei kleinen Zimmern. Die Familien haben dort, sofern es von der Lage des Grundstückes möglich ist, Wasser- und Stromversorgung.
La "oasis de la paz", die "Oase des Friedens", wird von zwei Familien bewohnt. Außerdem dient das Grundstück für das Einstudieren von Tänzen.Das Doppelhaus "La casa de la vida" ("Das Haus des Lebens") und "La casa de la fuente" ("Das Haus der Quelle")
Da FAMUNDI nicht für alle 49 Familien ein Haus bauen kann, unterstützt Famundi die Familien im Hüttenbau. Bei der sogenannten "minga", dem Hüttenbau, helfen viele Famundi-Familien zusammen. Die Familien freuen sich jedesmal riesig, wenn sie ein Haus oder ihre neue Hütte mit ihren wenigen Habseeligkeiten beziehen können.
Jugendliche helfen beim Hüttenbau eine Wohnhütte